Samstag, 7. März 2009

Entfremdung

Das genaue Thema bleibt unklar. Insofern nichts Neues.
Neu und geradezu unheimlich ist und bleibt hingegen die Tatsache, dass ich älter werde (Leute, die das anscheinend schon immer wussten und sich mit Warnungen dezent zurückgehalten haben, seien an dieser Stelle mit wüsten Verwünschungen bedacht.). Natürlich bin ich mir der Sterblichkeit bewusst, was ich auch gewissermassen akzeptiert habe, nur bin ich ein wenig vom Tempo des Alterns überrascht.

Ist nicht besonders kreativ, aber ausnahmsweise richtig.

Freitag, 6. März 2009

Nachschlag 2.0

Runde 2 ist eröffnet.

Besinnung auf Wurzeln gehört wohl zum menschlichen Naturell. In Anbetracht gewisser Kritiken, die mir eine gewisse Unlesbarkeit vorwerfen, werde ich inskünftig auf allzulange Sätze, die allfällig zu Missverständnissen führen könnten, wenn auch ich persönlich selten Probleme damit identifiziere, verzichten.

Eigentlich schön, dass die einzige Kritik darauf hinausläuft, dass Verständnisprobleme thematisiert werden.

Um mit den Worten von König Leonides zu schliessen: "Hell of a good start."

Dienstag, 26. August 2008

Überlegenheit ist...

...das Vertrauen darauf, dass dieser potente Kollege weder Internet-Zugang noch Gefühle hat; wobei ich Letzteres nur vermute.

Montag, 25. August 2008

All Summer Long

Es ist nun wirklich ein Einfaches, den nächsten Eintrag mit dem Titel des Sommerhits diesen Jahres einzuleiten. Und ich glaube, genau da mag ich daran: Es ist einfach. Nach den etlichen Strapazen dieses Sommers - Urlaub, danach wieder arbeiten, innerhalb von 2 Sätzen 3 Mal den Genitiv benutzen - herrscht eine gewisse Abneigung gegenüber anstrengenden Unnötigkeiten vor. Sicherlich, die meine Persönlichkeit am Leben erhaltende Grundregel, mich einmal täglich aufzuregen, habe ich beibehalten, aber es sind die kleinen Dinge im Leben, die anstrengend werden, wenn alles seinen gewohnten Trott zu gehen scheint. dazu gehören etwa die einhaltung der kleinen details der deutschen rechtschreibung wie wie die gross-/kleinschreibung von substantiven oder eine korrekte kommasetzung auch wenn nebensätze so angedeutet sie sein mögen vernachlässigbar erscheinen.
Aber allen Ausschweifungen zum Trotz, zurück zum Sommer. (Ich weiss: Dieser Satz kein Prädikat ;-))
'Woran merkt man in St. Gallen, dass es Sommer wird?' - 'Der Regen wird wärmer.' Dieses Jahr traf diese Regel nicht vollständig zu - der Sommer hatte sich was Besonderes ausgedacht: Er glänzte jeweils dann durch komplette Abwesenheit, wenn St. Gallen was zu feiern hatte. Es regnete Ende Juni nur einmal in 3 Wochen, dafür wurde gleich der Regen für die ganzen 3 Wochen an einem Abend nachgeholt...pünktlich zum New Orleans Jazz Festival. St. Gallerfest? Dito. Böse Zungen würden jetzt behaupten, es wäre für mich ein Einfaches, den Sommer anhand von zwei Beispielen madig zu reden. Und ich schätze, sie hätten Recht. Es ist ein Einfaches, und das mag ich daran.
Wie dem auch sei, nun, zu Beginn des Ende des Sommers bietet sich die omnipräsente aber selten genutzte Gelegenheit, sich über einige existentielle Fragen nicht nur Bewusst zu werden, sondern auch eine Meinung zu bilden und, wenn nicht unvermeidbar, ihnen sogar Antworten zu liefern. Es drängen sich Überlegungen auf, ob anlässlich meines 3-jährigen Jubiläums und der damit verbundenen MFK nebst Liebeserklärungen nicht auch Begierden in Richtung anderer Objekte erlaubt sein müssen...es bleibt schliesslich in der Familie. Vielleicht gehört es zum Lauf des Lebens, dass einigen von uns demnächst eine schmerzliche Trennung droht. Man wird sehen (und darauf freue ich mich wie ein kleines Kind, das ein Erwachsenengehalt verdient).
Als Schlusswort, und das ist mir aufgrund einiger, zwischenzeitlich beinahe unter Tränen verbrachter, Wartezeit ein besonderes Vergnügen, darf ich auf die CD-Taufe von Ghostnote aufmerksam machen.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
gruss,
mike

PS: @Juan: Auch wenn ich jetzt theoretisch ohne dein Bier einen neuen Post verfasst habe, können wir gerne nachträglich über deine geplante Motivation sprechen.
PPS: Ich habe den Song übrigens tatsächlich totgehört. Typisch.

Sonntag, 13. April 2008

Mühseligkeiten des 21. Jahrhunderts

Die Geschichte eines Songs, von dem ich gerne wüsste, wer es singt und wie es heisst:

Es immer nur dann hören, wenn ich keine Möglichkeit habe, den Musicfinder anzurufen - Schicksal
Regelmässig dahin gehen, wo ich keine Möglichkeit habe, den Musicfinder anzurufen - Naivität
Es nicht schaffen, sich eine Passage des Songs zu merken, damit ich es später finden könnte - Dummheit
Sich weigern, den Song deshalb aufzugeben und auf die nächste Gelegenheit zu warten - -> siehe Blog-Eintrag zum Thema aufgeben.
Die Charts zeitaufwendig von Hand durchgehen - Zeitaufwendig
Den Song auf Platz 32 finden - Stolz auf sich selbst sein, so viel Zeit aufgewendet zu haben für einen Song, denn ich wahrscheinlich in spätestens 2 Wochen totgehört habe.

Man würde meinen, das Leben würde einfacher mit den zunehmenden Möglichkeiten der Informationsbeschaffung. Und jetzt viel Spass beim Raten, um welchen Song es gehen könnte...

Samstag, 5. April 2008

Neue Erkenntnisse & letzte Einträge

In letzter Zeit scheint häufiger die Erkenntnis durchzudringen, dass sich die vermeintlich begründete Grundsatzeinstellung, einer gegnerischen Welt mit immer kreativ pseudo-pessimistischen Sprüchen begegnen zu können, letztlich in Luft auflöst, wenn von vermeintlich wichtigeren Faktoren beeinflusst.

Irgendwie schade, da ich doch die stille Hoffnung bewahrte, dass gerade diese (die Sprüche) es wären, die mich irgendwann überlebten. Da ich aber selbst zugeben muss, dass meine ultimative Stilblüte das Tageslicht noch nicht erblickt hat (und zugegebenermassen meiner eigenen Vorstellung entsprechend wohl kaum während Tageslicht entstanden wäre), werde ich wohl kaum als überragender Aphoristiker in die Geschichte eingehen. Unabhängig davon verspüre ich je länger je weniger das Bedürfnis, meine Gedanken, so abstrakt und unkonkret sie auch formuliert sein mögen, mit jemandem zu teilen und verfasse damit meinen vorläufig letzten Eintrag.

Nichtsdestotrotz werde ich selbstredend nach wie vor Whiskey trinken und Blues hören. Vielleicht gelingt mir eines unverhofften Abends doch noch mein unsterblicher Aphorismus, so unsäglich Lebensbejahend und schlicht sich jeden besseren Wissens weigernd, dass er unzweifelhaft mir zugeordnet wird. Oder Oscar Wilde. Wie auch immer, einverstanden bin ich trotzdem nicht.


PS: Abschliessend meine drei empfehlenswertesten Songs überhaupt:
1) Louis Armstrong - What A Wonderful World (Besseres wird es nicht geben. Ende der Diskussion.)
2) Frank Sinatra - The Way You Look Tonight (Und nicht etwa 'My Way', wie von Anfängern gerne, aber irrtümlich angenommen.)
3) Billy Joel - Just The Way You Are (Insofern deprimierend, als dass seit diesem Song nichts mehr Neues übrig bleibt, an Romantischem anzubringen, wie gerne von Anfängern versucht.)
Aufzählung nicht abschliessend.

Montag, 18. Februar 2008

Neue Erkenntnisse

Langeweile unterdrückt Mitteilungsdrang. Erstaunlich. Vorher gefragt, hätte ich vermutlich andersrum geantwortet. Glücklicherweise hat die grosse Flaute endlich ein Ende, morgen fängt das nächste Semester an (genaugenommen schon heute, aber das zählt nicht, wenn ich erst morgen wieder instruiert werde). Nicht, dass ich nicht Tiefschläge erlebt hätte, die zu kommentieren es sich evtl. (man wird zugar zu faul zum Ausschreiben der Worte!) gelohnt hätte, aber ich war schlicht zu bequem, meinem Mitteilungsdrang nachzugeben.
Wie dem auch sei, morgen wird alles anders.
a) Ich erhalte meinen zweiten (oder ersten? Die Meinungen gehen auseinander) Pass wieder. Nicht, dass einer nicht reichen würde, nur bin ich es leid, mich wie jeder andere bei der Einreise in ein anderes Land wie Jedermann (=ein Ausländer) behandeln zu lassen. Die Erfahrung war zwar interessant, aber nicht erstrebenswert. Klingt arrogant, aber wer sich anderes gewohnt ist...
b) Die Schule beginnt wieder. Find ich schön: Sinnstiftend und zeitraubend. Beides dringend benötigte Eigenschaften. Klingt arrogant, ist aber nicht so...
c) Couvert mit Prüfungsresultaten erwartet. Wir werden sehen. Und das ist bekanntlich der mittlere Teil von Kommen und Siegen. Ich hoffe, letzteres nicht verlernt zu haben. Klingt arrogant, ist auch so...

Bin natürlich dennoch für ego-streichelnde Kuschel-Kommentare offen.